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Entwicklung in Beziehungen
 
 
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ENTWICKLUNG IN BEZIEHUNGEN

     

IDEE dieses Projekts

Kinder und Jugendliche sind im (Schul-)Alltag sehr oft mit Sexualität konfrontiert. Auch in den Medien werden sie permanent mit sexuellen Reizen und Informationen überschüttet. Aufgabe der Lehrer - aber auch der Eltern - sehen wir darin, diese Reiz- und Informationsüberflutung gemeinsam mit den Kindern/Jugendlichen zu filtern und in alters- bzw. entwicklungsgerechte Bahnen zu lenken.

In zahlreichen Untersuchungen wurde nachgewiesen, daß Jugendliche,
welche eine altersgerechte sexualpädagogische Begleitung erfahren,

  • dazu tendieren, erst später Geschlechtsverkehr zu haben und auch verantwortlicher damit umgehen
  • wesentlich seltener mit unerwünschten Schwangerschaften und
    Schwangerschaftsabbrüchen konfrontiert sind,
  • deutlich seltener zu Opfern sexuellen Missbrauchs werden.
(siehe Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, BzfgA Deutschland)

Unser pädagogischer Auftrag ist nicht nur Wissensvermittlung, sondern auch Unterstützung und Förderung der Entwicklung sozialer und emotionaler Kompetenz.

     

Sexualpädagogik ist in Österreich Unterrichtsprinzip, dies bedeutet, "dass die Schule aber nicht nur die Aufgabe hat, sexualkundliche Informationen zu vermitteln, sondern auch echte Lebenshilfe zu bieten (...)". Sexualerziehung ist als Teil der Gesamterziehung anzusehen; die Zusammenarbeit mit dem Elternhaus ist daher von besonderer Bedeutung.

Wir haben uns entschlossen, an der HIB ein Pilotprojekt zu diesem Themenbereich zu starten, das diese Ansprüche ernst nimmt. Uns erscheint dieser Ansatz als sinnvolle Ergänzung zur Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen.


Im Mai 02 wurde somit erstmals mit der 2A-Klasse
in den Räumlichkeiten der Evangelischen Pfarre ein ganzer Tag
dem Thema Sexualpädagogik gewidmet und zwar,
um die Klassengemeinschaft zu fördern und dazu die Kinder etwas vom Schulalltag wegzuführen.

     

ANGEPEILTE THEMEN UND ZIELE:

die 12jährigen Schüler sollten lernen:

  • Respekt und Einfühlsamkeit für die Bedürfnisse anderer zu entwickeln
  • Bedürfnisse wahrzunehmen und zu artikulieren
  • Sexualität und Sprache konstruktiv verbinden zu können
  • Grenzen setzen zu lernen
  • eine positive Einstellung zum anderen Geschlecht aufzubauen
  • eigene Werthaltungen zu entwickeln
  • sich kreativ mit dem Thema Körper auseinanderzusetzen

Es wurde heftig diskutiert, gefragt, mit Ton gearbeitet, getanzt, Körperspiele wurden eingebaut, - leider konnten viele Themen- und Fragestellungen nur angerissen werden; - einTag reichte für all dies naturgemäß nicht aus. Daher ist eine Fortführung des Projekts im Herbst geplant ....

(Mag. Judith Baum, Mag. Thomas Leszkovich)

 


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