Höhere Internatsschule Boerhaavegasse
Sprachprojekt in Moorland Hall


 
 
Wir in England

MOOR TO SEA

Meinungen
 

JULIUS CAESAR CAME THERE –
ASTERIX AND OBELIX WERE THERE –
WILLIAM THE CONQUEROR STAYED THERE –
AND WE ALSO WANTED TO GO THERE –
AND WE FINALLY DID!!!!

Klasse: 4A
Zielort: Moorland Hall, Mary Tavy, Tavistock, West Devon
Begleitlehrer: Mag. Beatrice Bouda, Mag. Evelyn Bucheder

Die Schüler der 4A des Schulzweiges Gymnasium Neu nahmen vom 20. Mai bis 2. Juni 2001 an einem zweiwöchigen Sprachprojekt in Moorland Hall, West Devon, teil.

Während unseres Aufenthaltes mussten die Schüler in Gruppen zu je fünf Teilnehmern zwei Projekte erarbeiten und an je zwei Abenden präsentieren sowie eine Debatte über ein derzeit heftig diskutiertes Thema in Devon führen.

Als Ergänzung zur „geistigen“ Arbeit wurden den Schülern unterschiedliche Sportarten (Klettern, Kajak, Surfen, Bogenschießen, Wasserball etc.) unter geschulter Leitung angeboten, bei denen ihr Teamgeist gefördert wurde. Auch zahlreiche Gruppenbewerbe zielten darauf ab, das Klima und die Hilfsbereitschaft in der Gruppe zu verbessern.

       

Die Themen der ersten Projektarbeiten waren: „Career and Training“, „Tourism“, „Food“ und „Geography and History of Dartmoor“. In den Kleingruppen wurden zunächst Fragebögen für anschließende Interviews in Informationszentren, Geschäften und Büros erstellt. Innerhalb von drei Tagen mussten die Schüler dann das gesammelte Material für die Freitag abends stattfindende Präsentation aufarbeiten, was sehr viel Arbeit bedeutete, aber den Großteil zu sehr guten Leistungen anspornte. Ein zusätzlicher Anreiz war die Tatsache, auf Englisch vor Engländern zu sprechen und dabei auf Video aufgenommen zu werden. Für mich als Englischlehrerin dieser Klasse war es beeindruckend zu erleben, mit wie viel Einsatz und Ehrgeiz die meisten Schüler diese Projekte bewältigt haben.

In der zweiten Woche fanden Präsentationen kleinerer Projekte über Exeters Geschichte, den historisch bedeutenden Hafen von Plymouth, englische Legenden und Gebräuche statt. Die Informationen erhielten die Schüler im Rahmen von Exkursionen in die beiden Städte Exeter und Plymouth und wurden dabei auch mit landeskundlichen Themen bekannt gemacht. Auch Ausflüge in Dörfer der Umgebung, zu einer morgendlichen Fischauktion, in ein Kaolinwerk und der Besuch einer Schule förderten den Kontakt mit lebensnahen Situationen. Die Führung durch das Kaolinwerk diente der Vorbereitung auf eine Diskussion über das wirtschaftlich bedeutende Abbaugebiet, das jedoch auch eine große Belastung für die Umwelt darstellt. Am Freitag Vormittag fand dann die Debatte über dieses Werk statt, bei der Pro und Kontra in einer sehr lebhaften Auseinandersetzung abgewogen wurden.

 

Als Dokumentation dieser Projektwochen hat jeder Schüler ein Portfolio mit gesammeltem Textmaterial, Entwürfen für die Präsentationen und allen Übungen, die ein einheimischer Lehrer mit ihnen als „warm up“ für die Projektarbeiten gemacht hat, erstellt. Diese Mappen haben die zweite Schularbeit dieses Semesters ersetzt.
Obwohl die Schüler gemeinsam in der vom Ehepaar Farrington geleiteten Jugendherberge untergebracht waren, waren sie durch die gezielte Betreuung während der Projektarbeit und den sportlichen Aktivitäten gezwungen, in englischer Sprache zu kommunizieren. Viele waren auch bereit, nicht nur mit uns Betreuungslehrern, sondern auch untereinander Englisch zu sprechen. Unterbringung, Verpflegung und Angebote waren in Moorland Hall vorbildlich, was die Einschränkungen durch die Maul- und Klauenseuche verschmerzen ließ. Leider konnten wir den wunderschönen Nationalpark von Dartmoor nur vom Auto aus genießen. Die Aktivitäten in Moorland Hall selbst und in der Umgebung waren jedoch Entschädigung genug.

Insgesamt waren diese beiden Sprachprojektwochen ein großer Erfolg. Die Kombination von Arbeit, Sprachunterricht und Sport war für die Schüler dieser Altersgruppe ideal, sodass sich trotz einiger Schwierigkeiten bei der Planung und Vorbereitung dieses Projekts (ursprünglich angedrohte Sparmaßnahmen, wie Einsparung des Begleitlehrers, und schließlich auch noch der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche) jede Mühe gelohnt hat.

Den Schülern der 4A und uns Begleitlehrern werden diese beiden Wochen in Moorland Hall immer in Erinnerung bleiben und wir können diese Form eines Sprachprojekts nur weiterempfehlen.


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