2BD 2011
Die Fassade - Architektur/Modellbau

„Das, was wir von den meisten Häusern in unserer Umgebung mitbekommen, ist deren Fassade. Die Fassade ist die Außenansicht von Gebäuden. Sie ist der erste und oft der einzige Anblick, den wir von einem Gebäude bekommen und hat deshalb einen ganz besonderen Stellenwert. In Redewendungen wie „Die Fassade bröckelt“ „Das ist alles nur Fassade“ oder „Ich bin gespannt, was hinter der Fassade steckt“, schwingt schon etwas vom Sinn und Funktion der Fassade mit. Die Fassade hat Repräsentationscharakter, das heißt, sie zeigt uns, was dieses Gebäude überhaupt ist (ein Museum, eine Kirche, ein Krankenhaus, ein Wohnhaus,…). Außerdem stellt sie das Gebäude in einer bestimmten Art und Weise dar (monumental, beeindruckend, schlicht und einfach, technisch, verspielt, reich, arm, …) Viele Bauwerke haben eine Fassade, die nur auf der Straßenseite, an der es am besten zu sehen ist, aufwendig gestaltet ist. Manchmal täuschen Fassaden auch etwas vor, was gar nicht dem Dahinter entspricht (...) Solche Blendfassaden hatten lange keinen guten Ruf – man hat behauptet, die Fassade sei nur Täuschung und deshalb schlecht. Heute sieht man das entspannter und einige Architekten spielen gewollt mit der Täuschungsmöglichkeit der Fassade.“ Stefan Palaver, Text aus Konzeptschrift im Rahmen des FAP (Fachbezogenes Praktikum) an der PH Wien, umgesetzt in der Klasse 2BD, Claudio Martins

Aufgabe war es, die Fassade eines Wohnbaus neu zu gestalten. Dabei sollten die Schülerinnen und Schüler überlegen, was sie mit ihrer Fassadengestaltung ausdrücken wollen. Z.B. Verschönerung, Hinweise auf die Bewohner, auf die hinter der Fassade liegenden Räume, Raumgewinnung durch Vorbau, …

Nach einer Stadtbegehung, der Entwurfsarbeit und der Umsetzung im Modell wurden die neu gestalteten Fassaden der Gruppe präsentiert.

Für die bildnerische Schwerpunktklasse 2BD
Claudio Martins