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Plattenkeramik

 



Plattenkeramik

Das Herstellen von Tonformen zählt zu den ältesten Techniken des Menschen. Schon der Steinzeitmensch hat Gegenstände, vor allem Gefäße, aus feuchtem Ton erzeugt. Die hohle Hand oder die Schalen von Früchten mögen ihm für die Gefäße als Vorbilder gedient haben. Eine geschickte Hand konnte und kann aus Ton jede gewünschte Form bilden.

Mit der Entdeckung des Tonbrennens war ein weiterer Schritt getan. Die Hitze des Feuers verwandelt die Tonform in einen spröden Körper, der im Wasser nicht mehr weich wird – durch das Brennen wird Ton steinhart.
Zum Formen des Tones sind kaum Werkzeuge erforderlich. Formgebend ist in erster Linie die menschliche Hand.

Technik

Gegenstände mit flachen Wänden werden aus Tonplatten erzeugt. Die Platten werden mit Draht aus dem Tonziegel geschnitten. Die Größe richtet sich nach dem anzufertigenden Gegenstand. Werden Tonplatten miteinander verbunden, müssen die Flächenränder vor dem Zusammenfügen aufgerauht und mit Schlicker (flüssigem Ton) bestrichen werden. Anschließend werden die Flächenränder vorsichtig zusammengepresst und innen und außen gut verstrichen. Dabei wird der Ton mit den Fingern (oder mit dem Modellierholz) von der einen Wand zur anderen gezogen. Die Verbindung muss fugenlos und ohne Lufteinschlüsse erfolgen.

(Dezember 2001, Claudio Martins für die Klasse 3D, Technisch Werken)