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Selbstdarstellung - Wer ist wer?

Den zugehörigen Video-Clip (3 Minuten 25 Sekunden) können Sie gerne herunterladen:
als 28 MByte Quicktime mov-Datei (neues Format)
als 4.7 MByte Windows Media Player wmv-Datei (komprimiert)

Digitale Bildbearbeitung

Der Abbildcharakter von Fotografie ist in unserer Wahrnehmung tief verankert und spielt uns eben dann Streiche, wenn wir mit digital manipulierten Bildern konfrontiert werden. Die digitale Manipulation ist jedoch meist technisch so perfekt, dass sie nicht nachvollziehbar ist. Die Manipulation lässt sich nur dann ausmachen, wenn das Bildgefüge ganz unseren Erfahrungen widerspricht – je subtiler der Eingriff, desto wirkungsvoller der Effekt.

Mittels digitaler Technik lassen sich fotografische Bilder vollständig simulieren und nach eigenen Vorstellungen gestalten – man spricht daher häufig von fotografischer "Lichtmalerei" am Computer. Digitale Fotografie liefert also Bilder, die nur mehr realistisch erscheinen und nichts mehr mit herkömmlichen Abbildern zu tun haben. Vielmehr dienen diese häufig nur mehr als Rohmaterial für digitale Gestaltungen. Das ursprüngliche Bild wird in diesem Prozess regelrecht zum Verschwinden gebracht.

Die überraschende und oft irritierende Wirkung von solch digital erzeugten Bildern liegt darin begründet, dass wir Bildern mit fotografischer Anmutung nach wie vor den gewohnten Wirklichkeitsgehalt unterstellen, auch wenn wir es eigentlich schon besser wissen. Es handelt sich dabei um einen lange eingeübten Reflex.

(März 2002, Klassen 7A/SV, Claudio Martins)

 


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